Kath. Pfarrei St. Mauritius Edelshausen

Bistum Augsburg



Die Liebe unter den Segen Gottes stellen
„Heute müssen die jungen Leute ja nicht mehr heiraten, sondern können auch ohne Trauschein zusammenleben“ so oder ähnlich haben Sie es sicherlich schon oft gehört. Trotz der zunehmenden Individualisierung und Pluralisierung von Lebensstilen entscheiden sich nach wie vor viele Paare, ihrer Liebe durch die Ehe einen öffentlichen und verbindlichen Charakter zu geben.
Für Christinnen und Christen ist es wichtig, ihre Liebe unter den Segen Gottes zu stellen und zu wissen, dass sie auf ihrem gemeinsamen Lebensweg von Gott begleitet werden
.

Katholisch heiraten: Was heißt das?
Die katholische Kirche versteht die Trauung am Altar als „Sakrament", das sich die Paare gegenseitig spenden. Das heißt:
  • Sie bestätigt die Zusage Gottes: Ich bin bei Euch, „alle Tage Eures Lebens" und darüber hinaus.
  • Sie ist ein bewusstes und öffentliches Bekenntnis zu Gott. Sie bestätigt: Wir wollen bewusst im Geist Jesu zusammenleben und verstehen unsere Ehe als Bund, als Zeichen für die unbedingte, endgültige Liebe Gottes. Deshalb kann sie auch nicht aufgelöst oder zurückgenommen werden.
Aber
  • Sie ist kein Zaubermittel, das aus einer unreifen Beziehung eine reife Ehe macht. Sie baut auf dem auf, was die Paare mitbringen, und vertieft religiös das Vertrauen in eine gelingende Zukunft zu zweit.
  • Sie ist kein Einschnitt, der unvermittelt alles anders werden lässt. Sie ist eine wichtige, vielleicht die wichtigste Etappe in der Beziehungsgeschichte eines Paares. So wie bisher schon viele Entscheidungen erforderlich waren, müssen die beiden auch weiterhin viele Entscheidungen treffen, damit ihre Beziehung lebendig bleibt.


Haben Sie sich für eine kirchliche Trauung entschieden, dann sollten Sie sich bald mit Ihrem zuständigen Wohnsitzpfarramt in Verbindung setzen.
Denken Sie daran, dass Sie rechtzeitig mit dem Geistlichen Kontakt aufnehmen, der die Trauung durchführen soll. Sie brauchen dazu einen Taufschein, den Sie bei Ihrem Heimatpfarramt erhalten. Terminvereinbarung über unser Pfarrbüro
Bei diesen ersten Kontakten, können die zwei wichtigsten Termine festgelegt werden:

Der Hochzeitstermin und der Zeitpunkt für das Traugespräch.
Außerdem erhalten Sie Informationen über die Ehevorbereitungskurse.

Das Traugespräch ist in jedem Fall notwendig:

  • Das Eheverständnis der katholischen Kirche kommt zur Sprache. 
  • Das Ehevorbereitungsprotokoll wird ausgefüllt. 
  • Der Traugottesdienst, sein Aufbau und sein innerer Sinn werden besprochen bzw. erarbeitet. 
  • Lieder, biblische Lesungen und Gebete können Sie gemeinsam aussuchen. 
  • Es ist zu überlegen, ob jemand von den Hochzeitsgästen eine Lesung oder die Fürbitten übernehmen kann. 
  • Persönliche Fragen können angesprochen werden. 
  • Auch mehr technische Fragen stehen an, z. B. besonderer Blumenschmuck in der Kirche, Auswahl der Musikstücke, Fotografieren im Traugottesdienst usw. 
 
Katholische Brautleute brauchen einen Taufschein, der nicht älter als ein halbes Jahr ist. Sie erhalten ihn in der Pfarrei, wo Sie getauft wurden. Einige größere Städte registrieren Taufen zentral. Bei Fragen hilft Ihnen das zuständige Pfarramt.