Kath. Pfarrei St. Mauritius Edelshausen

Bistum Augsburg



Gemeinschaft mit Gott
In der Erstkommunion erfahren Kinder die einladende Gemeinschaft mit Gott. Sie werden in die Mahlgemeinschaft mit Gott und der Gemeinde aufgenommen. In der Regel gehen Kinder in der dritten Klasse, also mit ca. neun Jahren zur Erstkommunion. In kleinen Gruppen in den Gemeinden bereiten sich die Mädchen und Jungen gemeinsam mit einem Gruppenleiter oder einer Gruppenleiterin auf den Tag der Erstkommunion vor. Sie beschäftigen sich u.a. mit der Frage, was Gott ihnen bedeutet, mit ihrer eigenen Taufe, dem Wirken Jesu und dem Aufbau der Messe. Traditionsgemäß findet die Erstkommunionsfeier am ersten Sonntag nach Ostern, dem "Weißen Sonntag" statt.

Jesus Christus ist der Freund der Kinder. Christliche Erziehung will helfen, diese Freundschaft anzunehmen und immer tiefer zu erfahren. Ein einzigartiges Zeichen dieser Freundschaft ist die Gemeinschaft mit Jesus Christus in der hl. Kommunion. Bei der Hinführung der Kinderzum ersten Empfang der hl. Kommunion wirken Familie, Pfarrgemeinde und Schule zusammen und ergänzen sich gegenseitig. Eltern, Religionslehrer, Seelsorger und verantwortliche Männer und Frauen aus der Pfarrgemeinde helfen den Kindern, in die Feier der hl. Messe hineinzuwachsen und bereiten sie auf den ersten Empfang des Leibes und Blutes Christi vor. Was können Sie als Eltern tun? Ihr Verhalten, Ihre Art der Erziehung, Erlebnisse, die Sie Ihrem Kind vermitteln, schaffen eine Atmosphäre, in der christlicher Glaube entstehen und wachsen kann. Sie können daher Ihrem Kind helfen, wenn Sie die Zeit der Hinführung zur Erstkommunion selbst bewußt und intensiv miterleben. Freuen Sie sich über die religiöse Aufgeschlossenheit Ihres Kindes! Beten Sie für Ihr Kind und beten Sie auch mit Ihrem Kind. Das Tischgebet, das Abend- und Morgengebet bieten sich dafür an. Was für Sie selbst wichtig ist, hat auch für Ihr Kind besondere Bedeutung. Ihr Kind spürt, ob auch für Sie Jesus Christus eine Rolle spielt. Lassen Sie sich daher von Ihrem Kind vom Religionsunterricht und der Erstkommunionvorbereitung in der Pfarrgemeinde erzählen! Vielleicht können Sie mit Ihrem Kind auch ein gutes religiöses Buch lesen. Zur Hinführung Ihres Kindes zur ersten hl. Kommunion gehört es, daß Sie ihm die Mitfeier des sonntäglichen Gottesdienstes ermöglichen. Das wird um so besser gelingen, wenn Sie Ihr Kind zum Gottesdienst begleiten und selbst die hl. Messe mitfeiern. Auch Sie sind eingeladen - ganz besonders am Erstkommuniontag - zum Tisch des Herrn zu gehen, wenn Ihre persönliche Situation dafür kein Hindernis ist. Sehen Sie diese Einladung als Chance, Ihre Glaubens- und Lebenspraxis ehrlich zu überdenken, vielleicht auch zu verändern. Das Gespräch mit einem Seelsorger wird Ihnen dabei helfen. Im Alltag gibt es viele Situationen, in denen Sie wichtige Grundhaltungen und Grunderfahrungen des Glaubens einüben können: z.B. danken für gemeinsam Erlebtes, einander zuhören, anderen Gutes tun, die häusliche Tischgemeinschaft pflegen und gastfreundlich sein.
Was ist Aufgabe der Pfarrgemeinde?
Auch die Pfarrgemeinde hat Verantwortung und die Aufgabe, die Kinder bei der Vorbereitung auf die Erstkommunion zu begleiten. In vielen Pfarrgemeinden werden die Kinder für eine gewisse Zeit in kleinen Gruppen zusammengefaßt, die von Frauen und Männern aus der Pfarrgemeinde, oft auch von Eltern der Erstkommunionkinder geleitet werden. Die Gruppenleiter/-innen werden auf ihren Dienst vorbereitet und während ihrer Tätigkeit von den Seelsorgern begleitet. Vielleicht könnten auch Sie eine solche Aufgabe übernehmen? In diesen Gruppen erfahren die Kinder christliche Gemeinschaft durch Gespräche, gemeinsames Tun, Singen und Beten. Auch Spiel und Feier kommen nicht zu kurz. Die Verantwortung der Pfarrgemeinde für die Erstkommunionkinder zeigt sich auch darin, daß sie für sie betet, besonders bei den Fürbitten in der hl. Messe. In vielen Gemeinden werden die Kinder auch von Zeit zu Zeit zu kindgemäß gestalteten gottesdienstlichen Feiern eingeladen. Ein Angebot der Pfarrgemeinde ist auch der Elternabend oder das Elternseminar. Sie erfahren dort, wie die Vorbereitung Ihrer Kinder in Ihrer Pfarrgemeinde gestaltet wird. Der Elternabend oder das Elternseminar soll auch für Ihren eigenen Glauben und für das religiöse Gespräch mit Ihrem Kind eine Hilfe sein.